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16.03.2021

Rahmenplan Hammersmith Areal

Hammersmith Quartier_Rahmenplan ASTOC_blanko_M.500_300dpi_210304
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Der Entwicklungsprozess der ehemaligen Hammersmith Kaserne zu einem gemischten Wohnquartier mit Nahversorgungszentrum nimmt zunehmend Gestalt an. Der städtebauliche Entwurf für die Gestaltung des neuen Quartiers auf dem Stiftberg wurde dafür weiter konkretisiert. Im Bau- und Umweltausschuss (BauUA) der Hansestadt Herford wird dazu am 18. März die fortgeschriebene Rahmenplanung vorgestellt.
Infolge eines städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs wurde im Jahr 2018 durch das Büro BBL eine erste Planung für die Nachnutzung der ehemaligen Hammersmith-Kaserne erstellt. Diese Planung konnte jedoch mehreren Anforderungen nicht ausreichend gerecht werden: So war zum Beispiel die Lage des Nahversorgers in der alten Planung problematisch, da dort weder die notwendigen Kundenparkplätze hergestellt werden konnten. Auch die vorgeschlagene, aufwendige Erschließungsstruktur ließ nach mehrfachen Überarbeitungen keine praktikablen Lösungen erkennen. Nicht zuletzt haben die Erkenntnisse aus dem Umbau der alten Stabsgebäude zu Studierendenapartmenthäusern gezeigt, dass ein Festhalten an den Bestandsgebäuden nicht unproblematisch ist und der Städtebau an der Stelle überplant werden sollte.
Die Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford mbH (SEH) hat daher gemeinsam mit der Hansestadt Herford das Kölner Stadtplanungsbüro ASTOC Planners and Architects GmbH beauftragt, die Hammersmith-Planung mit den neuen Erkenntnissen und den Ergebnissen aus dem vorangegangenen Wettbewerb zu überarbeiten und eine städtebauliche Rahmenplanung zu entwickeln.
Das ca. 7,5 ha große Gebiet soll sich dabei zu einem durchmischten, lebendigen Quartier mit freistehenden Einfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern sowie modernen Eigentums- und Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau entwickeln. Mit einer Anordnung von 2- und 3-geschossigen Gebäuden, z.T. mit Staffelgeschossen, können ca. 400-450 Wohneinheiten auf der ehemaligen Kasernenfläche entstehen. Die neue Rahmenplanung zeichnet sich durch eine hohe Aufenthaltsqualität an der Quartiersmitte und auf dem sich anschließenden Grünzug aus. Ein Spielplatz und ein Nahversorgungszentrum werden auch über das neue Quartier hinaus Wirkung entfalten. Das Planungsgebiet ist aufgeteilt in sechs Baufelder, die in ihrer Nachbarschaft zueinander sorgfältig sortiert sind. Sie unterscheiden sich in ihrer Bebauung nach Art, Dichte und Höhe, formulieren darüber ein gemischtes Wohnungsangebot und sorgen entsprechend für eine lebendige Vielfältigkeit im neuen Quartier. Die im Norden gelegenen Reitställe sollen mit ihren architektonischen Details nach Möglichkeit auch bei der Neuentwicklung in ihrem Charakter erhalten bleiben und zu Reihenhäusern weiterentwickelt werden. Ebenso sieht die Planung vor, in einem Teil der ehemaligen Reitställe eine KiTa unterzubringen. Niedrigenergiehäuser, Photovoltaik-Anlagen und Gründächer sowie eine autofreie Quartiersmitte sind weitere Qualitätsziele. Wertvoller und schützenswerter Baumbestand wird in das städtebauliche Konzept integriert.
Ein Baufeld dieser Planung mit anspruchsvollen Doppel-/Reihenhäusern und Geschosswohnungsbau wurde kürzlich als Wettbewerbs-Projekt in die „Regionale 2022“ aufgenommen. Sogenannte Stadtbausteine mit einer universalen Bauart erlauben auf diesem Baufeld eine flexible Nutzungsänderung - z.B. zwischen Büro und Wohnen - falls im Laufe der Nutzungsdauer neue oder andere Bedarfe auftreten. Es ist das Ziel, weitere Planungsideen zu entwickeln, die den künftigen Ansprüchen von individuellen, z.B. altersgerechten Wohnformen und neuen Mobilitätslösungen gerecht werden und dies den privaten Investoren als Entwicklungsgrundlage anzubieten.

Bürgermeister Tim Kähler: „Die Entwicklung auf dem ehemaligen Hammersmith-Gelände erlaubt es, viele der erkennbaren und prognostizierten Bedarfe am Wohnungsmarkt zu bedienen, und das in einer zukunftsweisenden, nachhaltigen Qualität. Herford gewinnt darüber weiter an Attraktivität und das ist gut für die Stadt!“


Dr. Peter Böhm (technischer Dezernent Stadt Herford): „Die nun vorliegende Rahmenplanung ist bereits sehr durchdacht und in sich konsistent. Viele Aspekte sind sehr gut berücksichtigt und gelöst worden. Die Mischung von einem vielfältigen Freiraum und differenzierten Wohnangeboten bieten die Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die vor kurzem erreichte Platzierung des Projektes im Rahmen der „Regionale 2022“ bestätigt nicht nur die Qualität der bisherigen Planung, sondern ermöglicht auch privilegierten Zugang zu wichtigen Förderkulissen.“


Dr. Jan Miller (SEH): „Die SEH freut sich natürlich sehr auf die Umsetzung dieses außergewöhnlichen und nachhaltigen Wohnquartiers. Nicht zuletzt braucht es dafür aber privatwirtschaftliches Engagement. Im Schulterschluss von privaten und öffentlichen Vorhabenträgern wird die Planung noch einiges an Konkretisierung erfordern bis sie endlich umgesetzt werden kann. Aber dann werden rd. 70 Tausend Quadratmeter Nettobauland und viele hundert Wohneinheiten eine neue Qualität in der Stadt entstehen lassen.“


Norbert Landshut (SEH): „Die neue Rahmenplanung für das Hammersmith-Quartiers ist eine Fortsetzung der Entwicklung des Wohnquartiers Stiftberg. Diese wird neue Aufenthaltsqualitäten für den gesamten Stiftberg bieten. Bei der Fortentwicklung der städtebaulichen Rahmenplanung war es besonders wichtig, vorhandene Stärken des Stiftbergs aufzugreifen und eine verbesserte integrierte Stadtentwicklung zu ermöglichen.“

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